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Aktuelles

09.04.2021

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 Ihre Adventsimpulse "Besuch für Dich"

Adventsimpuls zum 4. Advent hier klicken

Irischer Weihnachtssegen

Nicht dass jedes Leid dich verschonen möge,

noch dass dein zukünftiger Weg stets Rosen trage,

keine bittere Träne über deine Wange komme,

und kein Schmerz dich quäle – dies alles wünsche ich dir nicht.
Sondern: dass dankbar du allzeit bewahrst die Erinnerung an gute Tage.

Dass mutig du gehst durch Prüfungen, auch wenn das Kreuz auf deinen Schultern lastet, auch wenn das Licht der Hoffnung schwindet.
Was ich dir wünsche: dass jede Gabe Gottes in dir wachse, dass einen Freund du hast,

der deiner Freundschaft wert.

Und dass in Freud und Leid das Lächeln des menschgewordenen Gotteskindes dich begleiten möge.

 

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Ich besuche dich…

welch eine Aussagekraft hat diese Zusage in der Pandemiezeit, in der Besuche oft nicht möglich sind.

„Ich besuche dich“ ist mehr als ein Besuch zu machen.

Es steht dafür: Ich ergreife die Initiative – ich gehe auf dich zu – ich nehme Anteil an deinem Leben.

Die Heilige Schrift bezeugt und beschreibt uns, dass Gott die Menschen begleitet. Er ist in unsere

Welt gekommen durch Jesus. Er besucht die Jünger, die hinter Mauern aus Angst, Enttäuschung und

Unsicherheit verschlossen waren.

Welch eine Zusage: „Ich besuche dich, ich sehe dich, ich komme zu dir.

Ich gehe neu auf dich zu….?

Genau dazu will uns die Adventszeit einladen.

Freuen wir uns auf die Ankunft Gottes in dieser Welt, in meinem Leben.

Herbert Bintert

Das Licht der Welt

Adventsgedicht

 

Dunkelheit, die mag ich nicht,
drum freue ich mich so sehr,
wenn die ganze dunkle Welt
erstrahlt im Lichtermeer.

Auf dem Tische steht der Kranz,
die erste Kerze brennt,
zweite, dritte, vierte noch,
denn es ist Advent.

Noch mehr Licht bringt uns der HERR
an dem Weihnachtsfest,
Jesus Christus, Licht der Welt,
uns auf Frieden hoffen lässt.

 

(Adventsgedicht, Autor: Brunhilde Rusch, 2015)

Gedanken zur Adventszeit von Josef Vogt

In die Advents- und Weihnachtszeit fällt eine ganze Reihe von Gedenktagen an Personen, die in besonderer Weise durch den christlichen Glauben geprägt und deren Handeln zum Vorbild bis in unsere Zeit gilt. Am 4. Dezember gedenken wir der heiligen Barbara und zwei Tage später am 6. Dezember an den Nikolaus von Myra.

Zahlreiche Legenden umranken die heilige Barbara. Historisch gesichert scheint, dass sich die junge Frau gegen den Willen ihres Vaters taufen ließ und damit die gesellschaftlichen Konventionen ihrer Zeit verletzte. Im frühen vierten Jahrhundert musste sie während einer Christenverfolgung ihre Überzeugung mit dem Leben bezahlen. Barbara bringt Christus, das wahre Licht, zu den Mitgefangenen und erhellt so die Dunkelheit des Gefängnisses. Gefangen fühlen sich heute viele Menschen: gefangen in inneren und äußeren Zwängen, gefangen von Ängsten, die nach ihnen greifen. Die Liebe bringt Licht in das Gefängnis unserer Angst. Am Fest der heiligen Barbara stellen viele Christen Barbarazweige in die Wohnung und hoffen darauf, dass sie an Weihnachten aufblühen. Dort, wo es im Winter dunkel und kalt wird, dort wo die äußere Kälte manchmal auch ins Herz dringt, dort soll in den Barbarazweigen die Liebe aufblühen.

Der heilige Nikolaus lebte im vierten Jahrhundert als Bischof in der kleinasiatischen Stadt Myra. Eines Nachts —so erzählt man — warf er drei armen Mädchen einen Beutel Gold durchs Fenster, um ihnen eine Aussteuer zu sichern. So entstand die Überlieferung, er bringe in der Nacht zum 6. Dezember den Kindern Geschenke. Nikolaus wird nicht nur bei uns, sondern vor allem von den Christen im Osten hoch verehrt. Seine Ikonen vermitteln den Eindruck: dieser Mann liebt nicht nur die Menschen, er ist Liebe. Alles in ihm strahlt diese Liebe aus. Sie hat Bischof Nikolaus dazu geführt, überall dort einzugreifen, wo Lieblosigkeit, Kälte und Ungerechtigkeit herrschten. Der Brauch, am Nikolaustag und in der Weihnachtszeit andere Menschen mit Süßigkeiten zu beschenken, hat einen tiefen Sinn. Er sagt: "Schau nicht nur auf dich, sondern auch auf die, die unter der Bitterkeit ihres Lebens leiden. Vielleicht weckt Nikolaus in dir die Fantasie, wie du ihr Leben versüßen kannst."

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Advent

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Bernhard von Clairvaux schreibt in einem Brief an Papst Eugen III.

 

„Wo soll ich anfangen? Am besten bei Deinen zahlreichen Beschäftigungen, denn ihretwegen habe ich am meisten Mitleid mit Dir. Ich fürchte, dass Du, eingekeilt in Deine zahlreichen Beschäftigungen, keinen Ausweg mehr siehst und deshalb Deine Stirn verhärtest;

dass Du Dich nach und nach des Gespürs für einen durchaus richtigen und heilsamen Schmerz entledigst. Es ist viel klüger, Du entziehst Dich von Zeit zu Zeit Deinen Beschäftigungen, als dass sie Dich ziehen und Dich nach und nach an einen Punkt führen, an dem du nicht landen willst.

Du fragst an welchen Punkt?

An den Punkt, wo das Herz anfängt, hart zu werden. Frage nicht weiter, was damit gemeint sei: wenn Du jetzt nicht erschrickst, ist Dein Herz schon so weit.


Das harte Herz ist allein; es ist sich selbst nicht zuwider, weil es sich selbst nicht spürt. Was fragst Du mich? Keiner mit hartem Herzen hat jemals das Heil erlangt, es sei denn, Gott habe sich seiner erbarmt und ihm, wie der Prophet sagt, sein Herz aus Stein weggenommen und ihm ein Herz aus Fleisch gegeben. Wenn Du Dein ganzes Leben und Erleben völlig ins Tätigsein verlegst und keinen Raum mehr für Besinnung vorsiehst, soll ich Dich da loben?

Darin lobe ich Dich nicht. Ich glaube, niemand wird Dich loben, der das Wort Salomons kennt: „Wer seine Tätigkeit einschränkt, erlangt Weisheit“ (Sir 38,25). Und bestimmt ist es der Tätigkeit selbst nicht förderlich, wenn ihr nicht die Besinnung vorausgeht.


Wenn Du ganz und gar für alle da sein willst, nach dem Beispiel dessen, der allen alles geworden ist (1. Kor 9,22), lobe ich Deine Menschlichkeit – aber nur, wenn sie voll und echt ist. Wie kannst Du aber voll und echt sein, wenn Du Dich selber verloren hast? Auch Du bist ein Mensch. Damit Deine Menschlichkeit allumfassend und vollkommen sein kann, musst Du also nicht nur für alle anderen, sondern auch für Dich selbst ein aufmerksames Herz haben. Denn, was würde es Dir nützen, wenn Du – nach dem Wort des Herrn (Mt 16,26) – alle gewinnen, aber als einzigen Dich selbst verlieren würdest? Wenn also alle Menschen ein Recht auf Dich haben, dann sei auch Du selbst ein Mensch, der ein Recht auf sich selbst hat. Warum solltest einzig Du selbst nicht von Dir alles haben? Wie lange bist Du noch ein Geist, der auszieht und nie wieder heimkehrt (Ps 78,39)? Wie lange noch schenkst Du allen anderen Deine Aufmerksamkeit, nur nicht Dir selber?


Ja, wer mit sich schlecht umgeht, wem kann der gut sein? Denk also daran: Gönne Dich Dir selbst. Ich sage nicht: Tu das immer, ich sage nicht: Tu das oft, aber ich sage: Tu es immer wieder einmal. Sei wie für alle anderen auch für Dich selbst da, oder jedenfalls sei es nach allen anderen.“